Was ist euer liebstes Spielleiterhandbuch? Warum? Was sollte in einem guten Spielleiterhandbuch enthalten sein, was wünscht ihr euch?
Mein Liebling ist ja dasjenige von Talislanta 5, weil es so wunderbar blumig geschrieben ist und sich kaum um den Regelteil, sondern vielmehr um Spielgefühl kümmert.
Wie steht ihr zu einem blumigeren Stil?
Habt ihr lieber settingneutrale Handbücher?
Ich mag den Dungeon Master's Guide für D&D4 gerne, weil er wirklich sehr umfassend alles beschreibt, was Einsteiger wissen sollten - also auch, wie man auf verschiedene Spielgeschmäcker eingehen kann, welche verschiedenen Spielstile es gibt, wie man Welten baut und so weiter.
AntwortenLöschenAuch gut gefällt mir das Spiellerhandbuch für Pathfinder. Ich habe es zwar noch nicht im Detail gelesen, aber das Buch scheint mir sogar noch umfassender zu sein, als das für 4. Edition. Noch kann ich mir keine finale Meinung dazu bilden, aber ich könnte mir vorstellen, dass es für mich persönlich an Wichtigkeit das D&D4-Gegenstück ablösen könnte. Mir gefallen die vielen Zufallstabellen und die Gedanken zum Weltendesign! Und es sind so wenig echte Regeln drin, dass es so gut wie systemunabhängig zu benutzen ist.
Ein Klassiker ist natürlich das AD&D 1 Spielleiterhandbuch von Gary Gygax! Ich schmökere sehr gerne darin - Gary hatte einfach einen unverwechselbaren Schreibstil und die meisten Aussagen zum Thema Spielleiten sind auch heute noch ohne weiteres relevant. Es regt einfach unheimlich die Fantasie an und (vielleicht auch aufgrund der recht konfusen Struktur des Buches) man findet immer was neues, das man vorher übersehen hatte. :)
Davon abgesehen bin ich ein großer Fan des Spielleiter-Kapitels in Cthulhu d20! Stimmungsvoll ohne Ende beschreibt der Autor dort, worum es bei Cthulhu eigentlich geht, wie man die spezielle Atmosphäre einfängt und liefert gleich auch noch dutzende Abenteuerideen. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, sich die Abschnitte in dem Buch durchzulesen. Für mich qualitativ das nonplusultra.
Blumig finde ich okay, sogar wünschenswert. Ich empfand z.B. das D&D3er Spielerhandbuch als handwerklich gut gemacht, aber nicht wirklich anregend zu lesen.
Davon ab denke ich persönlich, dass richtig gute Spielleiterhandbücher automatisch über die Spielregeln hinaus gehen und allgemein anwendbar sind.
Gruß, Marcus
Vielen Dank! Das Pathfinderbuch sollte ich mir wohl auch einmal zu Gemüte führen. :)
AntwortenLöschenGut, deine Kriterien waren also
-stimmungsvoll geschrieben
-geht auch auf die Metaebene (Spielgeschmäcker, Atmosphäre einfangen)
-Weltenbau und Tabellen, nimmt einem also einen Teil der Arbeit ab
-Abenteuerideen
Natürlich, das AD&D-Buch hätte ich oben auch nennen können, das war wirklich wunderschön!
Für mich ganz klar das AD&D Gamemasters Guide der 1st Edition. Nicht nur wegen des Schreibstils und (natürlich auc) dem nostalgischen Faktor, sondern wegen der damals noch anderen Herangehensweise. Das ganze ist mehr eine Toolbox mit einer Detailreiche, die ihresgleichen sucht. Vergleichbares ist auch in den Dungeneers und Wilderness Guides von damals zu finden. Die Inhalte gehen über Encounter und typische Spielleiter Probleme hinaus und sind so nicht nur Regelwerk, sondern auch Leseunterhaltung.
AntwortenLöschenVergleichbar ist für mich nur das DMG von Hackmaster incl. seiner gigantischen Criticle Hit Tables, zusätzlichen Klassen und Rassen und einem Schreibstil, der zwischen zynischen und brachialen Humor hin und her wechselt, ohne jemals den Fokus auf das Spiel zu verlieren. Großartig!